9. April 2010
Bundesweite Aktion für den Erhalt des Kaufhauses Brühl in Leipzig
Gestern endete die deutschlandweite Unterschriftenaktion, in der Bürger Leipzigs sowie Architekturfachleute, Architekturinteressierte und Kulturschaffende aus ganz Deutschland und dem Ausland an die mfi AG appellieren, auf den geplanten Abriss der Fassade des Kaufhauses Brühl in Leipzig zu verzichten. Innerhalb einer auf knapp 2 Tage begrenzten Frist haben sich etwa 450 Unterzeichner per Email gemeldet. Während einer nur eineinhalbstündigen Unterschriftenaktion vor dem Kaufhaus unterzeichneten über 250 Bürger direkt den offenen Brief. Gleichzeitig fand eine Aktion des TV-Moderators Renato Bodenburg statt, der sich an der Fassade ankettete.
Zu den Unterzeichnern des Briefes gehören Florian Mausbach, Präsident des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung a.D., Prof. Michael Braum, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur, Prof. Dr. Joerg Haspel, Landeskonservator von Berlin, die Abgeordneten des Deutschen Bundestags Dr. Thomas Feist sowie des Sächsischen Landtags Elke Herrman und Gisela Kallenbach, die Künstlerin Vera Gräfin von Lehndorff ("Veruschka"), eine Reihe von Baudezernenten deutscher Städte, namhafte Denkmalpfleger, Architekten, Architekturkritiker, darunter mehrere Chefredakteure namhafter Zeitschriften sowie Professoren für Architektur, Denkmalpflege und Kunstgeschichte.
16. Februar 2010
Stadtforum Leipzig fordert eine Perspektive für den Lindenauer Markt
Die geplante Kaufland-Center am Lindenauer Markt stößt auf großen Widerstand bei der Bevölkerung. Vergangene Woche fiel das denkmalgeschützte Haus Henricistraße 12 dem Vorhaben zum Opfer. Drei weitere denkmalgeschützte Wohn- und Geschäftshäuser sollen bis April folgen. Das Stadtforum Leipzig unterstützt Forderungen nach einer nachhaltigen, kleinteiligen Entwicklung am Lindenauer Markt, die das alte Ortszentrum mit seiner Einzelhandelsstruktur stärken.
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Informationen zur Beschlussvorlage im Stadtrat am 24. März 2010
Bebauungsplan am Lindenauer Markt - Fragen an die Stadträte
Pressemitteilung des Stadtforums Leipzig
Stellungnahme des Stadtforums Leipzig zum Bebauungsplan Lindenauer Markt
19. November 2009
Denkmalschützer Deutschlands planen gemeinsames Vorgehen
Auf der EXPONATEC in Köln trafen sich deutsche Organisationen im Denkmalschutz zum Kolloquium, um ihre Aktivitäten zu bündeln und die Weichen für die zukünftige Arbeit zu stellen. Das Credo der Veranstaltung war: Denkmalschutz braucht eine Lobby.
Über 100 bundesweit tätige Interessenverbände und Vereine haben die Erhaltung des Kulturerbes im Programm. Zu vielfältig, schlecht organisiert oder nur regional wirksam sind die Meinungen und Akteure. Appelle, Petitionen und Empfehlungen bleiben meist ungehört. Der Politik fehlt ein Ansprechpartner. In Köln wurde der Grundstein für eine intensivere Zusammenarbeit gelegt.
1. Oktober 2009
Leipziger Denkmalstiftung konstituiert sich
Stifter und Unterstützer der Leipziger Denkmalstiftung treffen sich am 19. Oktober 2009 in der Alten Handelsbörse zur Gründungsveranstaltung. Gemeinsam soll in einem symbolischen Akt die Stiftungsurkunde unterzeichnet werden. Danach wird formal die Zulassung als gemeinnützige Stiftung bei der Landesdirektion Leipzig beantragt.
Weitere Informationen unter www.leipziger-denkmalstiftung.de
10. Juni 2009
Erste Online-Datenbank bedrohter Baudenkmale Mitteldeutschlands
In der Denkmal-Datenbank werden erstmals sämtliche notleidende Bau- und Kulturdenkmale der mitteldeutschen Region erfasst. Die Leipziger Denkmalstiftung will damit unsanierten und kurz- bis mittelfristig im Bestand bedrohten Gebäuden eine Öffentlichkeit geben, die den Umfang der Probleme deutlich macht und gleichzeitig die Chance bietet, den Gebäuden eine neue Nutzung zu vermitteln.
Weitere Informationen unter www.baudenkmale-mitteldeutschland.de sowie unter www.leipziger-denkmalstiftung.de
Alle sind eingeladen, an dieser Datenbank mitzuarbeiten. Über ein Kontaktformular können bedrohte Baudenkmale aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erfasst werden. Helfen Sie mit, die einzigartige Kulturlandschaft Mitteldeutschlands zu erhalten!
20. April 2009
Überregionales Bündnis zur nachhaltigen Stadtentwicklung
„Städte erhalten – Bürger beteiligen“ lautete der Leitsatz des ersten gemeinsamen Treffens mitteldeutscher Vereinen und Verbände, die sich für eine nachhaltige Stadtentwicklung einsetzen. Es wurde eine länderübergreifende Zusammenarbeit vereinbart, um die zentralen Probleme im Stadtumbau Ost anzugehen. Die Initiative geht vom Stadtforum Leipzig und der EU-Abgeordneten Gisela Kallenbach aus.
5. Februar 2009
Entwurf zum SEKO setzt positive Signale
Das Stadtforum Leipzig bewertet den Entwurf zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept (SEKO) grundsätzlich als positiv. In der Stellungnahme wird jedoch betont, dass die nachhaltige Entwicklung und Stärkung der Magistralen zentrale Aufgabe der kommenden Jahre sein muss. Das SEKO schafft die Handlungsgrundlage für alle Akteure der Leipziger Stadtentwicklung bis zum Jahr 2020.
19. Januar 2009
Stadtforum fordert grundlegende Korrekturen für das Gohlis-Center
Am kommenden Mittwoch beschließt der Stadtrat den Bebauungsplan für das Stadtteilzentrum Gohlis. Auf dem Gelände der ehemaligen Gohliser Brauerei sollen Verkaufsfläche und Parkplätze entstehen. Das Stadtforum Leipzig kritisiert das nach innen gerichtete Center-Konzept. Es trägt zum weiteren Verfall und Leerstand der Geschäftsstraße bei und verhindert die Revitalisierung einer der wichtigsten Magistralen Leipzigs.
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8. Januar 2009
Neue Abrisswelle in Chemnitz
Die Grundstücks- und Gebäudewirtschafts-Gesellschaft (GGG) macht Ernst mit dem lange angekündigten und von Abbruchgegnern heftig kritisierten Abriss an der Hans-Sachs-Straße. Am Montag beginnt der Abbruch von 52 Wohnungen. Die Gebäude der im Heimatstil gestalteten Siedlung wurden Mitte der 1920er Jahre errichtet. Nur die Treppenaufgänge der markanten Häuserzeile bleiben erhalten und werden Teil des geplanten Parks "Bahnpark".
18. November 2008
Memorandum zum Erhalt unserer Innenstädte
Das Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und der Zentralverband des Deutschen Handwerks treten gemeinsam für den Erhalt des baukulturellen Erbes in unseren Städten ein. Mit Sorge wird gesehen, dass die positiven Impulse der Denkmalerhaltung und Altbausanierung für die Städte und Kulturlandschaften, für die Lebensqualität der Menschen, für Wirtschaft und Tourismus nicht ausreichend gewürdigt werden. Ziel ist es daher, das historische städtebauliche Erbe zu erhalten und zu stärken.
9. Oktober 2008
Setzen Sie sich ein Denkmal!
Mitteldeutschland ist eine der baukulturell reichsten und zugleich schönsten Regionen Europas. Ein Schatz, der akut gefährdet ist. Nach Auskunft des Sächsischen Landesamtes für Denkmalpflege ist in Sachsen derzeit jedes zehnte der 105.500 erfassten Einzeldenkmale im Bestand bedroht. Hier ist das Engagement jedes Einzelnen dringend erforderlich. Initiiert vom Leipziger Stadtforum wird nun die Leipziger Denkmalstiftung gegründet. Über die Stiftung erhalten notleidende Baudenkmale Hilfe: durch qualifizierte Beratungsangebote und finanzielle Unterstützung zur Sicherung der Gebäude. weiter >>
Weitere Informationen unter www.leipziger-denkmalstiftung.de
5. Juni 2008
Stadterneuerung qualitativ lenken
Die Stadtforen Leipzig, Chemnitz, Freiberg, das Forum für Baukultur Dresden, der Landesverein Sächsischer Heimatschutz und Haus & Grund Sachsen nehmen gemeinsam Stellung zum Entwurf der Verwaltungsvorschrift Städtebauliche Erneuerung. In einem Brief an das sächsische Innenministerium fordern sie nachdrücklich, die Schrumpfung der Städte nach qualitativen Kriterien zu steuern. Nachhaltige, attraktive Stadtstrukturen und Stadtbilder sind ein wichtiger Standortfaktor. Diese müssten durch die städtebauliche Förderung gestärkt werden, um Sachsens Städte vor einem unwiederbringlichen Kultur- und Gesichtsverlust zu bewahren.
4. April 2008
Gestalten Sie Leipzigs Stadtentwicklung mit!
Die Stadt Leipzig legte einen Zwischenstand des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (SEKo) vor. Das SEKo definiert Fördergebiete, priorisiert Maßnahmen und teilräumliche Handlungskonzepte für die strategische Stadtentwicklung. Es schafft die Grundlage, auf der zukünftig Fördermittel vergeben werden.
In der Denkmalpflege wurden historische Ortskerne, Magistralen und einzelne Siedlungsgebiete als Schwerpunkte benannt. Umsetzungsstrategien, Förderinstrumente und eine Qualitätskontrolle für den Umgang mit denkmalgeschützter Bausubstanz sollen im weiteren Prozess entwickelt werden. Innovative Konzepte und viel Engagement sind hier dringend gefragt, um die Belange der Denkmalpflege für die nächsten Jahre zu sichern.
Bitte senden Sie Ihre Hinweise und Ideen an StadtforumLeipzig@web.de
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Zwischenstand zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept (1. Teil 2,3 MB)
Zwischenstand zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept (2. Teil 2,4 MB)
25. Januar 2008
Sachsen zerstört seine Altstädte
Vereine, Verbände, Initiativen und Bürger fordern in einem offenen Brief an Ministerpräsident Georg Milbradt ein Ende der Zerstörung der sächsischen Städte. Sachsens Staatsregierung will den flächigen Abbruch von Altbauten und Denkmalen im bundesweiten Alleingang weiter vorantreiben. Die Sächsische Aufbaubank soll so vor den Folgen ihrer Fehlinvestitionen in die DDR-Plattenbaugebiete bewahrt werden.
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Pressemitteilung des Stadtforums Leipzig
Offener Brief an Ministerpräsident Georg Milbradt
Berichtigung
Auf Seite 7 des offenen Briefes an Ministerpräsident Prof. Dr. Georg Milbradt wurde folgender Text wiedergegeben: „Die zu einem Teil abgerissenen, ansonsten aber weitgehend sanierten Großwohnsiedlungen“ urteilt das Dresdner Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung in einer Studie für die Grüne Landtagsfraktion, seien denn auch bisher „die Gewinner des Stadtumbaus“. Dieser Text ist unzutreffend. Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e.V. mit Sitz in Dresden hat keine Studie mit diesem Inhalt verfasst oder veröffentlicht.
30. September 2007
Abrisse in Altenburg gehen an die Substanz
Diesem 1910 erbauten Wohnhaus am Teichknoten in Altenburg droht ab Oktober der Abbruch. Grund: Fehlende Nutzungsperspektive. Seit Jahren verliert das Altenburger Zentrum schleichend historische Bauwerke. Schon heute lassen Leerstand und Verfall der Bausubstanz Schlimmeres befürchten.
6. September 2007
Stadtforum Freiberg gegründet
In Freiberg werden die Bürger aktiv gegen die Vernichtung von Baudenkmalen im Rahmen des Stadtumbaus Ost. Nach dem Vorbild von Leipzig und Chemnitz schlossen sie sich zum Stadtforum Freiberg zusammen. Bei einer Podiumsdiskussion des neu gegründeten Stadtforums am Mittwochabend wurde vor allem die unzureichende Informationspolitik kritisiert.
5. Juli 2007
Stadtforum Leipzig stellt ehrenamtliche Denkmalpfleger
Gemeinsam mit dem Stadtforum Leipzig plant das Amt für Denkmalschutz, die Gruppe der Ehrenamtlichen Denkmalpfleger zu vergrößern. Gespräche mit Amtsleiter Dr. Norbert Baron über die Form der Zusammenarbeit fanden bereits statt. Anfang September stellen sich die neuen Ehrenamtlichen vor. Schwerpunkt der Helfertätigkeit wird die Gebäudesicherung sein. weiter >>
3. Mai 2007
Leipzig bekommt Gestaltungsbeirat für Baukultur
Martin zur Nedden, Beigeordneter für Stadtentwicklung und Bau, will mit diesem Gremium die Qualität moderner Architektur in Leipzig zu sichern. Politik, Verwaltung und Architekten sollen gemeinsam über Bauvorhaben beraten und neue Impulse setzen. Noch in diesem Jahr wird der Gestaltungsbeirat seine Arbeit aufnehmen. weiter >>
24. Februar 2007
Leipzig sprengt Industriedenkmal von 1934/36
Einzigartige Industriearchitektur im Stil des Funktionalismus wurde heute 8.00 Uhr vernichtet. Das Ensemble auf dem ehemaligen Gelände der Ostra-Hydraulik an der Pfaffendorfer Straße bestach durch seine Größe und gestalterische Qualität. Die Sprengung erfolgt zur Bauvorbereitung für die geplante Riesentropenhalle „Gondwanaland“ des Leipziger Zoos.
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Pressemitteilung des Stadtforums Leipzig
8. Dezember 2006
Nachhaltige Planung für die Bebauung am Brühl gefordert
Ein Essener Investor erhielt den Zuschlag für den Kauf der Grundstücke am Brühl. Ausschlaggebend für die Entscheidung seien der Kaufpreis und die verhandelten Vertragsmodalitäten gewesen, ebenso die Einhaltung der städtebaulichen und architektonischen Vorgaben der Stadt. Offen bleibt, ob es für die Neubebauung des Brühls einen Architekten- oder nur einen Fassadenwettbewerb geben wird.
Das Stadtforum Leipzig, der Bund Deutscher Architekten, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mahnen in einer gemeinsamen Stellungnahme eine nachhaltige Entwicklung der Grundstücke an. Es handelt sich um das wichtigste und größte Planungsareal der Innenstadt, für das die städtbaulichen Überlegungen gerade erst begonnen haben.
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1. Oktober 2006
Broschüre zur Stadtentwicklung Leipzigs erschienen
Schutz und Ausprägung eines charakteristischen Ortsbildes gehören zu den Grundpfeilern der Stadtentwicklung. In Leipzig bedrohen jedoch umfangreiche Abrisse die historisch gewachsene Struktur und die Identität der Stadt. Mit 446 abgebrochenen Bau- und Kulturdenkmalen nimmt Leipzig eine traurige Spitzenposition in Sachsen und in ganz Deutschland ein.
Das Stadtforum Leipzig bezieht in der Broschüre Stellung zu aktuellen Fragen und Problemen der Leipziger Stadtentwicklung. Die Broschüre liefert eindeutige Gründe gegen den Abbruch und deckt die fehlende Stichhaltigkeit der Argumente der Abbruchbefürworter auf. weiter >>
15. September 2006
Stadtforum Leipzig bei der European Cities Campaign in Brüssel
Das Stadtforum Leipzig präsentiert seine Arbeit bei der Auftaktveranstaltung zur European Cities Campaign am 20. September 2006 in der belgischen Hauptstadt. 15 Jahre nach der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro 1992 soll die Kampagne der nachhaltigen Stadtentwicklung einen neuen Impuls geben. Die Kampagne wird von Gisela Kallenbach und David Hammerstein organisiert und von der Fraktion Die Grünen/EFA im Europäischen Parlament getragen.
17. August 2006
Abbruch der Baudenkmale Täubchenweg 90-92 und Köbisstraße 11
Wegen Einsturzgefahr wurden heute drei weitere wichtige Baudenkmale Leipzigs abgerissen. Akut gefährdet war allerdings nur das Eckgebäude Täubchenweg 92. Das Haus hatte jedoch eine der bemerkenswertesten Jugendstilfassaden Leipzigs. Das herrschaftliche Wohnhaus Köbisstraße 11 mit repräsentativen Portal und großer stuckverzierter Halle galt als eines der prachtvollsten Gebäude des Viertels. Der bauliche Zustand konnte als unbedenklich bewertet werden. Auch das elegante Jugendstilhaus Täubchenweg 90 war offenkundig gesichert.
14. Juli 2006
Für den Erhalt des Jugendstilhauses Scheffelstraße 36
Das Baudenkmal, erbaut 1903 von H. Heusing, soll der geringfügigen Erweiterung eines bestehenden Parkplatzes und der Errichtung einer eingeschossigen Verkaufsbude weichen. Mit dem Abriss verbunden ist eine Verschwendung öffentlicher Gelder: Das Gebäude erfuhr erst 1999 eine fördermittelgestützte Schwammsanierung und die Neueindeckung einer Dachhälfte.
Das Stadtforum Leipzig, die Interessengemeinschaft Connewitz, der Landesverein Sächsischer Heimatschutz und ProLeipzig setzen sich intensiv für den Erhalt des Hauses ein.
Beteiligen Sie sich: Aufruf zur Rettung Scheffelstraße 36
10. Juli 2006
Letzte Tabus der Denkmalpflege fallen
Leipzig erlebt seit 1990 eine umfangreiche Abrisswelle von Baudenkmalen. Exemplarisch dafür steht der geplante Abriss der Käthe-Kollwitz-Straße 6: Das Gebäude entstand um 1885/87 mit höchstem architektonischem Anspruch. Es besitzt eine noble Sandstein-Fassade im Stil der Neorenaissance. Das Haus gehört der LWB. Das stadteigene Unternehmen tat in den vergangenen Jahren wenig zum Erhalt oder zur Entwicklung der Immobilie. Der desolate Zustand des Baudenkmals ist darauf zurückzuführen.
Mit dem Abriss begonnen bzw. akut bedroht sind die Aktienbrauerei Gohlis sowie die denkmalgeschützte Wohnanlage Zerbster Straße. weiter >>
8. Mai 2006
Stadt mit Wachstumspotenzial
Leipzig zählt zu den "Aufstrebenden ostdeutschen Städten mit Wachstumspotenzial". Das ergibt sich aus einer Online-Datenbank der Bertelsmann-Stiftung, die die voraussichtliche Bevölkerungsentwicklung deutscher Kommunen bewertet.
Die Datenbank wurde mit den Statistischen Landesämtern, der Bundesagentur für Arbeit, der Gesellschaft für Konsumforschung AG und dem Stifterverband Wissenschaftsstatistik generiert. Sie liefert Daten, Prognosen und Konzepte für 2.959 Kommunen mit über 5.000 Einwohnern. Bis in das Jahr 2020 muss danach die Hälfte der Kommunen mit einem deutlichen Bevölkerungsrückgang rechnen. Dafür steigt das Durchschnittsalter - mitunter auf über 55 Jahre.
5. April 2006
Stoppt den Abriss unserer Stadt!
Das Stadtforum Leipzig rief am Sonntag zur Demonstration auf gegen den verantwortungslosen Umgang mit dem Bauerbe in unserer Stadt. Rund 200 Leipziger kamen, um sich für den Erhalt der Wohnanlage Zerbster Straße in Leipzig-Eutritzsch einzusetzen.
Der Abbruch von gebauten Kulturwerten, wie der Häuser Friedrich-Ebert-Straße 81 a/b und Dittrichring 11, ist für die Leipziger nicht hinnehmbar. Nun sollen verstärkt gewachsene innerstädtische Wohnquartiere abgerissen werden. Damit verliert Leipzig zunehmend seinen einzigartigen Charakter. Zur Demonstration waren auch die Stadtratsfraktionen eingeladen, um sich vor Ort der Diskussion zu stellen. weiter >>
4. April 2006
Keine Rettung für Friedrich-Ebert-Straße 81 a/b
Das Gründerzeithaus ist verloren. Trotz eines seriösen Kaufangebotes wurde heute mit dem Abriss begonnen. Seit Freitag liefen erneut Verhandlungen mit den Eigentümern. Der Kaufinteressent aus Baden-Württemberg hat Erfahrungen mit der Entwicklung von Altbauten in Sachsen. Nun scheint auch der letzte Versuch gescheitert, die wertvolle historische Bausubstanz zu erhalten.
24. März 2006
Stadtforum Chemnitz gegründet
Chemnitzer Bürger haben das "Stadtforum Chemnitz" nach Leipziger Vorbild gegründet. Es versteht sich als Plattform für alle, die sich für den Erhalt historischer Bausubstanz einsetzen und gegen den rücksichtslosen Abriss von Gründerzeit-Häusern engagieren wollen. Weitere Informationen unter www.stadtforum-chemnitz.de
17. März 2006
Stadtperforation wird massiv vorangetrieben
Stadt Leipzig und LWB setzen weiterhin auf Abriss und die Zerstörung gewachsener städtischer Strukturen. In der inneren Westvorstadt gehen mit dem angekündigten Abbruch der Gebäude Dittrichring 11, Käthe-Kollwitz-Straße 6 und Friedrich-Ebert-Straße 81a/b historisch wertvolle Bauten verloren.
Die LWB betreibt den Abriss mehrerer innerstädtischer Wohnviertel. Darunter befinden sich komplette Wohnensembles der 1920/30er Jahre, wie die Anlage Zerbster Straße. Nach Ansicht des Stadtforums Leipzig ist dieses Quartier unbedingt erhaltenswert. Es steht auf der Prioritätenliste städtebaulich und denkmalpflegerisch unverzichtbarer Bauten.
24. Februar 2006
Grundsätzliche Wende beim Aufbau Ost angemahnt
Stellvertretend für 22 sächsische Verbände, Vereine, Initiativen und zahlreiche Bürger fordert das Stadtforum Leipzig in einem Brief an die Sächsische Staatsregierung ein Umdenken in der künftigen Förderpolitik: weg vom Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, hin zu einer nachhaltigen Unterstützung von Denkmal- und Naturschutz, von kleinen und mittleren Unternehmen.
Das Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit erstellt derzeit das Operationelle Programm des Europäischen Strukturfonds EFRE für Sachsen. Der Mitteleinsatz wird für den Zeitraum von 2007 bis 2013 geplant. weiter >>
13. Januar 2006
Liste zu sichernder Gebäude an Stadtverwaltung übergeben
Das Stadtforum Leipzig übergab heute eine Prioritätenliste städtebaulich und denkmalpflegerisch unverzichtbarer Gebäude dem Dezernat für Stadtentwicklung und Bau. Sie soll Basis für die weitere Diskussion mit der Stadt sein, um die historisch gewachsene Stadtstruktur und das charakteristische Bild Leipzigs zu erhalten.
Der Stadtrat hatte am 17. November 2005 beschlossen, dass Vorschläge zum Gebäudesicherungs-
programm mit der Öffentlichkeit und insbesondere mit dem Stadtforum Leipzig diskutiert werden sollen. Die vorliegende Liste wurde von den im Stadtforum Leipzig mitwirkenden Vereinen, Initiativen und Bürgern erstellt. Sie umfasst 150 Häuser, bei denen aktuter Handlungsbedarf besteht. weiter >>
10. Januar 2006
Pläne für den Nahverkehr Leipzigs kritisiert
Das Stadtforum Leipzig fordert Kurskorrekturen in der Fortschreibung des Nahverkehrsplans. Der vorliegende Entwurf der Stadt Leipzig berücksichtigt die Bevölkerungsentwicklung in den Stadtteilen nicht ausreichend. Die innerstädtischen Lagen wachsen, die Gründerzeitquartiere brauchen eine stärkere Anbindung an den Nahverkehr. Deshalb muss das Angebot zugunsten wachsender Viertel ausgebaut werden. Weitere Kritikpunkte sind der Ausbau aller stark frequentierten Strecken zur „Stadtbahn“, die Pläne zur Modernisierung des Fuhrparks sowie das Tarifsystem. weiter >>
9. Januar 2006
Hoffnung für Deutschlands ältesten Stahlbetonbau
Das Regierungspräsdium Leipzig teilt mit, dass es die gegen den Willen der Stadt erteilte Abrissgenehmigung zumindest für die Rödersche Druckerei im Leipziger Stadtteil Reudnitz zurückziehen will. Die Treuhandliegenschaftsgesellschaft (TLG), die den Abrissantrag gestellt hatte, kündigte für den Fall der Teilrücknahme die Geltendmachung von Schadensersatz durch die Abbruchfirma an. Für das übrige Areal des Bibliographischen Instituts bleibt es jedoch beim Totalabriss.
5. Dezember 2005
Abriss mehrerer bedeutender Baudenkmale geplant, darunter Deutschlands ältester Stahlbetonbau (1898)
Für das denkmalgeschützte Haus der Druckerei C. G. Röder genehmigte das Regierungspräsidium Leipzig den Abriss. In dem 1898 errichteten Bau wurden erstmalig in Deutschland Geschoßdecken und Pfeiler in Eisenbeton ausgeführt. Für Leipzig war das Gebäude zugleich der erste in einer Reihe von Meilensteinen des Betonbaus.
Neben der Röderschen Druckerei ist das gesamte Areal des Bibliographischen Instituts zum Abriss vorgesehen. Das Institut erlangte durch die Herausgabe des Duden große Bedeutung. weiter >>
14. September 2005
Rettet unsere Städte jetzt
Der Abriss des Henriette-Goldschmidt-Hauses und der Kleinen Funkenburg sind große Verluste für das Stadtbild und die Identität Leipzigs. Aber sie stellen keine Einzelfälle dar. Überall in Ostdeutschland wird mit öffentlichen Geldern der Abriss von Baudenkmälern und die Vernichtung von Kulturlandschaften gefördert.
Unter dem Leitsatz "Rettet unsere Städte jetzt" plant das Stadtforum Leipzig eine Zusammenarbeit über die Stadtgrenzen hinaus. Gemeinsam mit lokalen und regionalen Initiativen soll auf die prekäre Situation in den Neuen Bundesländern aufmerksam gemacht werden. weiter >>
15. August 2005
Weiterem Baudenkmal droht das Aus
Der Abriss des Hauses Friedrich-Ebert-Straße 95a steht unmittelbar bevor. Damit wird in Leipzig erneut ein klassizistisches Baudenkmal dem Straßenausbau geopfert. Mit dem 1862 errichteten Gebäude verliert zugleich der städtebaulich bedeutsame Waldplatz seine Struktur. Das Vorhaben stößt auf empörte Reaktionen in der Leipziger Bevölkerung. weiter >>
3. August 2005
Gründung eines Beirates für Baukultur geplant
Großstädte wie Linz oder Regensburg machen es vor: Renommierte externe Architekten und Städteplaner bewerten Planung und Durchführung von städtischen Bauprojekten und geben ihre Empfehlung ab. Das Stadtforum Leipzig unterstützt die Bildung eines Beirates, der die Stadt Leipzig bei zukünftigen Bauvorhaben berät. Der Beirat wäre in seiner Zusammensetzung sowie bei Themenwahl unabhängig. Er besitzt nur Informationsrechte. weiter >>
27. Mai 2005
Aus dem Stadtbild gelöscht
Nur zwei große Trümmerhaufen erinnern noch an die Kleine Funkenburg. Das Kulturdenkmal ist für die Stadt unwiederbringlich verloren. Das spätklassizistische Gebäude fiel wie das Henriette-Goldschmidt-Haus der aktuellen Verkehrsplanung der Stadtverwaltung zum Opfer. Diese rigorosen Eingriffe in den Denkmalsbestand und die historisch gewachsenen städtebaulichen Strukturen gefährden die Identität und Lebensqualität von Leipzig. weiter >>
14. April 2005
Kolloqium des Stadtforums Leipzig
Aktuell droht in Leipzig 2.500 Gründerzeitgebäuden der Abriss – mit verheerenden Folgen für das Gesicht der Stadt. Um Alternativen aufzuzeigen und zu diskutieren, veranstaltet das Stadtforum Leipzig ein Kolloquium. Es findet am 22. und 23. April statt. Alle Leipziger sind herzlich eingeladen! weiter >>









